Pfarrer Karl Freund

freund

 

1898 – 1938 Pfarrer von Sondershausen

* 26.02.1869 Erfurt
+ 26.02.1940 Bad Lippspringe

Als Erbauer der Katholischen St. Elisabethkirche in Sondershausen hat sich Karl Freund ein bleibendes Denkmal gesetzt. Der am 1869 in Erfurt geborene Kaufmannssohn absolvierte seine theologischen und philosophischen Studien in Freiburg und Paderborn. Das Sakrament der Priesterweihe empfing er in Paderborn am 19. März 1896.

Nach zweijähriger Tätigkeit als Vikar in Siegen wurde Karl Freund im Mai 1898 an die Missionspfarrei Sondershausen berufen. Dem jungen Pfarrer war es nun aufgetragen den Bau der neugotischen Kirche voranzubringen. Zunächst bedurfte es der staatlichen Anerkennung im damaligen Fürstentum Schwarzburg- Sondershausen, die – nach langen Verhandlungen - im Jahre 1905 erteilt wurde. Nach dem Erwerb des Grundstückes konnte der bekannte Geheime Baurat Arnold Güldenpfennig für die Projektierung gewonnen werden. Am 02.07.1907 war die Grundsteinlegung. Die Ausführung übernahmen heimische Baufirmen. Im Herbst war die Kirche bereits im Rohbau fertig. Gleichzeitig wurde auch das neue Pfarrhaus mit Schule gebaut.

1908, am 14.08., erfolgte in aller Stille die Benedizierung der Kirche. Pfarrer Freund ließ nichts unversucht, auch mit großen finanziellen Mitteln aus der eigenen Familie, die Kirche zu einem würdigen Gotteshaus zu gestalten. Ein vierstimmiges Glockengeläut wurde installiert. Eine alte Orgel des hiesigen Konservatoriums als Geschenk des Fürsten ertönte am Weihnachtstag 1908. Bereits 1917 musste er erleben, dass drei der Glocken zu Kriegszwecken abgeholt wurden. Insgesamt 40 Jahre konnte Pfarrer Karl Freund in der St. Elisabethgemeinde in Sondershausen wirken. Ein Schlaganfall am 1. Mai 1938 veranlasste ihn, in den Ruhestand nach Bad Lippspringe zu gehen. Nur zwei Jahre waren ihm noch vergönnt.

An seinem Geburtstag im Alter von 71 Jahren starb Pfarrer Freund - am 26.02.1940. Seine Grabstätte wurde auf dem Waldfriedhof in Bad Lippspringe errichtet. Noch heute erinnert eine Gedenktafel an der Elisabethkirche an ihren Erbauer - den Geistlichen Rat Karl Freund - mit dem Wort

„Gedenket euer Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben.
Schaut das Ende ihres Wandels, folgt ihrem Glauben nach."