Pfarrer Winfried Stitz

stitz

 

1985 – 2001 Pfarrer von Sondershausen

* 19.04.1951 Eisenach

Der 1951 in Eisenach geborene Winfried Stitz wird der erste nach dem II. Weltkrieg geborene Pfarrer von St. Elisabeth. In seiner Heimatstadt besuchte er die sozialistische Grund- und Oberschule. Aufgewachsen und ist er in der dortigen St. Elisabethgemeinde.

Nach dem Theologiestudium am Priesterseminar in Erfurt, verschiedenen theologischen Praktika in Karl-Marx-Stadt und Berlin wurde er im Dom zu Erfurt am 24. April 1976 zum Priester geweiht. Jeweils vier Jahre war er als Kaplan in den Gemeinden Weimar und Jena eingesetzt, wo er reichlich Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit sammeln konnte.

1985 kam er als Pfarrer nach Sondershausen. Der notwendige Sanierungsbedarf im Pfarr- und Gemeindehaus konnte damals nur eingeschränkt ausgeführt werden. Neue Impulse in der Pastoral mit Kindern und Jugendlichen lagen ihm am Herzen und führten zu verschiedenen Unternehmungen. Bedeutungsvoll war sein Einsatz in den Jahren der politischen Wende. Die ersten „Friedensgebete" fanden 1989 in der Katholischen St. Elisabethkirche statt. Nach der Aufbruchsstimmung und der Reisefreiheit zeigte sich bald Ernüchterung. Soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit und Armut, ja sogar Obdachlosigkeit gingen am Pfarrhaus nicht vorüber. 1996 war das Jubiläumsjahr „100 Jahre Katholische Pfarrgemeinde". Ein wichtiges Projekt, der Bau einer neuen Pfeifenorgel, schien durch die Währungsunion plötzlich gefährdet. Schwierige Auseinandersetzungen in der Gemeinde folgten. Ein Orgelverein wurde gegründet. Schließlich konnte am 11.10. 1998 die neue Orgel durch Weihbischof Koch aus Erfurt eingeweiht werden. Die Borromäusschwestern, die das Hedwigheim – ein katholisches Altenheim leiten - verließen nach 40 Jahren 1999 Stadt und Gemeinde. Im April 2001 konnte Pfarrer Winfried Stitz mit der Gemeinde seinen 50. Geburtstag und sein Silbernes Priesterjubiläum feiern. Am 29.07.2001 wurde er von der Gemeinde verabschiedet.

Das neue Aufgabengebiet wählte er sich selbst: Albanien – die Arbeit und Glaubensweitergabe in einem bisher „atheistischem Land". Nach zwei Jahren kehrte er aus gesundheitlichen Gründen zurück und ist seit 2004 Rektor und Seelsorger im Raphaelsheim in Heiligenstadt.